Berechtigte Phobien

Vorweg, damit das schon mal klar ist: Ich bin

  • christophob,
  • katholophob,
  • protestantophob,
  • islamophob,
  • hinduistophob

Für die Pünktchen kann sich jeder nach Lust und Laune gerne weitere religiöse Wahnsysteme ausdenken, welche Allergien auslösen könnten, das ist bei Selbstdenkern nun mal so. Und wem aufgefallen ist, dass ich meine Liste ja doch eigentlich, um in der Chronologie zu bleiben, mit einer Phobie gegen das Judentum hätte beginnen müssen, dem fällt das Fehlen zwar richtiger Weise auf, er irrt aber in der Schlussfolgerung. Und das liegt nicht daran, dass mir bloß das adäquate Adjektiv nicht eingefallen wäre (was zwar auch stimmt, aber nebensächlich ist). Nein, da das Judentum nicht missioniert und auch nicht mit Gewalt verbreitet wird (ganz im Gegenteil, es ist für Konvertiten richtig schwer, Jude zu werden), andere Weltsichten nicht bekämpft, hätte ich gar keine Gründe, dagegen Aversionen zu entwickeln.

Im Gegenteil kaum eine andere Weltsicht brachte und bringt mehr Geistesgrößen und Genies hervor. Da kann man dagegen wettern, zumal auch Thilo Sarrazin das so in seinem Bestseller schrieb, aber empirische Fakten scheren sich in der Regel nicht um emotionale Diarrhöen – und um ideologische schon gar nicht.

Zur Beruhigung, recht ernst nehme ich aber auch diese „Religion“ nicht, aber weil sie meine Kreise nicht tangiert, stehe ich ihr gleichgültig-tolerant gegenüber. Etwas freundlicher ist allerdings meine Haltung zum Buddhismus, wohl deswegen, da man sich streiten kann, ob er überhaupt ein religiöses System genannt werden kann oder ob es sich dabei nicht „nur“ um ein ethisches Wertesystem handelt.

Will zusammenfassend heißen: Grundsätzlich ist es Selberdenkern schlicht unmöglich, gegen irrsinnige Wahnsysteme keine Aversionen zu haben…

 … meint jedenfalls der Frosch!

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